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Das Lenovo Yoga Book

Selten gab es ein Notebook mit so vielen technischen Finessen getestet. Nachbessern muss der Hersteller beim kleinen, eingeblendeten Touchpad für die Mauszeigerbewegung, und das Tempo könnte etwas höher sein. Ansonsten gibt es wenig zu meckern: Für rund 699 Euro gibt es ein innovatives und vielseitiges Notebook, das per LTE sogar mobil ins Netz geht und eine lange Akkulaufzeit bietet und für 599 Euro ohne LTE.

Bei diesem Notebook klappern und klemmen keine Tasten – das Yoga Book von Lenovo hat nämlich keine. Aber kann das eingebaute Riesen-Touchpad tatsächlich eine vollwertige Tastatur ersetzen? Und was hat das schicke Yoga Book sonst noch drauf? Getestet wurde das Notebook-Tablet-Kombi in der Windows-10-Version.

Es fühlt sich edel an, ist mit den Abmessungen von 25,7x17,6 Zentimetern kleiner als eine A4-Seite und mit 690 Gramm federleicht. Ausgeklügelt ist auch das Scharnier zwischen Riesen-Touchpad und Display: Weil es aus Dutzenden filigranen Elementen besteht, konnte Lenovo die Bauhöhe mit 10 Millimetern extrem dünn halten – und das Display lässt sich trotzdem auf den Rücken des Touchpads legen. So lässt es sich als Notebook und Tablet nutzen.

Der Clou des Yoga ist das große Touchpad: Das ersetzt die klassische Tastatur, indem es die Tasten zum Antippen einblendet. Da diese leuchten, kann der Nutzer auch im Dunkeln Texte schreiben. Auf Wunsch lässt sich beim Berühren der „Tasten“ ein Vibrations- und/oder Soundeffekt zuschalten. Das Schreibgefühl ist trotzdem völlig anders als mit einer normalen Tastatur – dennoch klappt das Tippen von Texten beispielsweise mit Word überraschend gut. Weniger gut ist das Touchpad unten, das als Mausersatz dient: Es ist viel zu klein, bei der blinden Bedienung erwischten die Nutzer oft die eng darüber platzierte Leertaste.

Klasse: Mithilfe des mitgelieferten Stifts können Nutzer auf dem Touchpad auch Zeichnungen und Notizen anfertigen – das klappt sogar, wenn ein Zeichenblock auf dem Touchpad liegt. Das Yoga Book beamt Zeichnungen und Text dann direkt digital aufs Display. Schrift erkennt es über die mitgelieferte Software von Windows. Bei einer schönen Handschrift klappt das gut, bei einer Sauklaue erkennt das Programm am Anfang kaum etwas. Es lernt jedoch mit der Zeit. Unpraktische ist es das beim Stift die Minen immer gewechselt muss, wenn vom Bedienen des riesen Touchpads, dann plötzlich auf dem Block schreiben möchte.

Auch der Touchscreen überzeugte: Er setzt Eingaben präzise um. Und die Bildqualität lässt keine Wünsche offen: Das 10-Zoll-Display (25,4 Zentimeter) zeigt Fotos und Videos kontrastreich und mit knackigen Farben in Full HD. Wer jedoch Lautsprecher oder Kopfhörer ans Lenovo klemmt, muss mit einer verfälschten und verzerrten Tonwiedergabe rechnen: An den Soundchip dürfen Kunden genauso wenige Ansprüche stellen wie an die eingebauten Boxen, die wegen der dünnen Bauweise etwas blechern und knarzig klingen.

Ein Sprinter war das Lenovo im Test nicht: Für Internet- und Office-Anwendungen reicht das Tempo, bei aufwendigen Foto- und Videobearbeitungen ist hingegen Geduld gefragt. Kein Wunder: Als Prozessor kommt nur das stromsparende Tablet-Modell Intel Atom x5-Z8550 mit immerhin 4 Gigabyte Arbeitsspeicher zum Einsatz. Weniger großzügig ist der Speicher für Programme, Fotos und Videos: Nur 58,23 Gigabyte stehen zur Verfügung. Die lassen sich aber per microSD-Karte erweitern. Überraschung bei der Akkulaufzeit: Beim Arbeiten hielt das Yoga satte sechs Stunden und 21 Minuten durch. Ein sehr guter Wert für das dünne Gerät, das im Innern kaum Platz für einen dicken Akku lässt.

Zu kaufen gibt es mit dem Betriebsysteme Windows 10 für ab  599 € (ohne LTE) und Android 6.0 für 499 €, ein Update auf Android 7 ist hochwahrscheinlich, auf Lenovo.de.

 
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