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Das HTC One A9s

Für einen Preis von 299 ist das HTC One A9s ein Mittelklasse-Smartphone. Lohnt sich die Ausgabe trotzdem?

Achtung, jetzt wird es etwas verwirrend. Denn: Das HTC One A9s soll nicht der Nachfolger zum HTC One A9 sein. Sondern als Einsteiger-Gerät (was manche dazu sagen, ich gehörer her zu den Leuten die sagen das es ein Mittelklasse-Gerät ist) für Leute dienen, die sich das HTC 10 (oder HTC 10 Evo) nicht leisten können oder wollen. Der Name kommt schlicht daher, dass das A9s aussieht wie das A9 aus dem Vorjahr. Wer etwas genauer hinsieht, wird aber auch Ähnlichkeiten zu einem anderen Smartphone erkennen. Die Antennenstreifen und die Form des Gehäuses erinnern schon sehr stark an die iPhone-6-Serie. Allerdings hat das HTC kein Unibody-Gehäuse. Die Rückseite aus Plastik wurde verklebt, mit ein Alu-Rand.

Bei den Anschlüssen und Bedienmöglichkeiten gibt es keine Überraschungen: Unten sitzen der micro-USB-Anschluss und den Köpferhörereingang, links der Einschub für eine SIM- und eine microSD-Karte und den Einschalter, rechts dann die Lautstärkewippe. Unter dem Bildschirm liegt der Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor. Das Display misst wie beim A9 fünf Zoll in der Diagonale, löst aber nur mit 720p auf. Das klingt nicht mehr zeitgemäß. HTC hat dafür eine Erklärung: Die niedrige Auflösung soll der Akkulaufzeit von maximal 4 Tagen, mit einer Nutzung Zeit und Intensivität die beim ein Mittelklasse-Gerät hinkommt und der Leistung zugute kommen. Drin steckt mit dem Helio P10 nämlich nur ein Mittelklasse-Chip, dem aber immerhin drei Gigabyte RAM zur Seite stehen. Tatsächlich lassen sich mit der Ausstattung auch anspruchsvolle Titel, wie Ashpalt 8 zocken und das Ruckelfrei. Ihr solltet Euch aber darauf einstellen, dass die Ladezeiten etwas länger ausfallen und die Texturen verwaschen aussehen.

Die weitere Ausstattung komplettieren 32 Gigabyte Festspeicher. Per microSD-Karte könnt Ihr diesen theoretisch um zwei Terabyte erweitern. Praktisch gibt es Karten in der Größenordnung noch nicht. Macht aber auch nichts. Denn HTC wirbt ohnehin mit unendlichem Speicher. Zumindest für Fotos. Denn wie bei jedem aktuellen Android-Telefon ist Google Fotos vorinstalliert. HTC verzichtet aber auf eine separate Galerie-App.

Jetzt müsste nur noch die Foto-Qualität der 13-Megapixel-Kamera stimmen. Die Ergebnisse sind allerdings durchwachsen. Details und Schärfe gehen in Ordnung. Die Kamera liefert manchmal aber ziemlich blasse Farben. Dazu kommt, dass die Selfies mit der Fünf-Megapixel-Kamera einen leichten Rotstich haben. Ansonsten gibt Euch HTC aber eine Kamera-App an die Hand, in der Ihr Euch voll austoben dürft. Profi-Modus, Zeitraffer, oder die Funktion ZOE-Fotos, mit der Ihr zusätzlich zum Foto einen kurzen Videoclip aufnehmt: Alles ist dabei.

Das Betriebssystem (Android 6.0 Marshmallow) hat HTC nach eigener Aussage von der Sense-Oberfläche getrennt. So wollen die Taiwaner schnellere Updates sowohl für die Oberfläche als auch fürs System liefern. Wann es für das Gerät Android 7.0 Marshmallow geben wird. Positiv ist aufgefallen, dass HTC bei der Einrichtung fragt, welche Apps Ihr installieren wollt. Das kommt dem Speicher zugute.

299 Euro, im Angebot sogar mal 199 Euro soll das HTC One A9s kosten. Damit ist das Smartphone mindestens 50 Euro zu teuer. Das Moto G4 Plus, das ebenfalls für rund 300 erhältlich ist, hat zum Beispiel einen höher aufgelösten Bildschirm und bietet deutlich mehr Leistung, aber immer noch günstiger als das Samsung Galaxy A5 (2017) mit relativ gleicher Leistung, vielleicht sogar etwas besser.

 
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