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Das Google Pixel

Google hat mit den Pixel-Phones erstmals Smartphones komplett unter eigenem Namen herausgebracht. Das Pixel XL haben wir bereits im Test auf Herz und Nieren überprüft, nun kommt das kleinere Google Pixel dazu. Wir beantworten, für wen die kleinere Pixel-Version die bessere Wahl ist.

Die Pixel-Smartphones stammen zwar aus den Werkstätten von HTC, tragen aber ausschließlich das Logo des Suchmaschinen-Riesen. Das hat uns schon beim Pixel XL gut gefallen, beim kleinen Pixel im Test ist das nicht anders. Das dürfte kaum überraschend kommen, denn optisch sind beide Modelle weitestgehend identisch, der Hauptunterschied ist eben die Größe. Die Rückseite, die zu einem Drittel von Glas bedeckt ist und ansonsten aus mattem Aluminium besteht, ist auch hier ein Hingucker. Auch wenn das wohl nicht alle als schön empfinden werden - sie polarisiert mit ihrem außergewöhnlichen Look. Bei Verarbeitung und Materialwahl gibt es nichts zu meckern, hochwertig wirkt das Google Pixel im Test auf jeden Fall. Wie schon beim großen Pixel-Modell sind auch beim kleineren Pixel die Ränder rings um das Display für ein Topmodell überraschend dick, halten sich aber noch im Rahmen. Ein Vorteil der kleineren Version: Sie ist nicht nur handlicher, sondern auch mit ihren 143 Gramm deutlich leichter als das große Modell mit 168 Gramm. Mehr Informationen zum Design findet ihr im Test des Google Pixel XL.

Einer der Hauptunterschiede des Pixel im Test zum großen Bruder ist das kleinere Display. Es misst 5 Zoll und bietet eine Full-HD-Auflösung, also 1.920 x 1.080 Pixel. Das sorgt für immer noch gute 441 Pixel pro Zoll und geht voll in Ordnung. Die Farbdarstellung ist mit AMOLED-Panel auch hier äußerst gelungen und die Helligkeit in jeder Situation ausreichend. Dabei reagiert die automatische Justierung schnell auf Veränderungen. Wie beim großen Modell kann auch hier ein spezieller Nachtmodus, der die blauen Farbtöne herausfiltert und im Dunklen die Augen schont, manuell oder anhand der Uhrzeit aktiviert werden. Bei den Messwerten gibt es außer der Größe im Alltag kaum Unterschiede zum ebenfalls sehr guten großen Bruder. Hervorragende Delta-E-Werte für die Farb- und Graustufendarstellung und enorm hohe Kontraste zeichnen das Display aus.

Das Google Pixel hat den nagelneuen Qualcomm Snapdragon 821 an Bord, dessen vier Rechenkerne auf bis zu 2,15 GHz getaktet sind. Mit der Adreno-530-GPU und 4 GB RAM liegt die Leistung auf Augenhöhe mit Topgeräten wie dem Samsung Galaxy S7 Edge. Im Alltag ist das Pixel damit rasend schnell und absolut flüssig. Das gilt auch für anspruchsvolle Spiele, Apps oder Webseiten. Sorgen um die Leistungsfähigkeit in der näheren Zukunft muss man sich damit nicht machen. In einigen Benschmarks schneidet das Google Pixel dank der niedrigeren Auflösung sogar noch besser als das größere Pixel XL ab. Als Betriebssystem kommt auf dem Google Pixel beim Test das nagelneue Android 7.1 Nougat mit seinem neuen Pixel-Launcher zum Einsatz. Statt der bekannten Google-Suchleiste findet sich auf dem Homescreen nun eine kleine Lasche in der oberen linken Ecke, über welche die Google-Suchleiste geöffnet wird. Das Icon für den Appdrawer ist verschwunden, das Hauptmenü mit allen Anwendungen aber nicht - es erscheint nun durch Hochziehen der unteren Icon-Leiste. Die Benachrichtigungen auf dem Google Pixel lassen sich im Test auch durch einen Wisch von oben nach unten auf dem Fingerabdrucksensor anzeigen und umgekehrt wieder verbergen. Der Sensor selbst funktioniert im Test ausgezeichnet, die Registrierung eines Fingerabdrucks geht flott und die Erkennung funktioniert schnell und zuverlässig. Die neuen Software-Anpassungen werden voraussichtlich nicht so schnell auf andere Nexus-Modelle kommen, vor allem der neue Google Assistant ist davon ausgeklammert. Der klingt im Deutschen im übrigen weiterhin recht roboterhaft. Das Google Pixel gibt es mit 32 oder 128 GB Speicherplatz, bei der kleinen Version sind zum Start knapp 24 GB frei. Das ist grundsätzlich für ein Spitzenphone zu wenig, zumal der Platz nicht erweiterbar ist. Auch Kopfhörer sind nicht im Lieferumfang beinhaltet - bei Preisen ab 759 Euro ist das schon etwas dreist. Immerhin kann man sein altes Headset weiternutzen, da Google noch auf einen 3,5-Millimeter-Anschluss setzt. Mehr Informationen zur Software des Google Pixel findet ihr im Test des mit der identischen Software bespielten Google Pixel XL.

Die Kamera des Google Pixel im Test verfügt über eine Blende mit f/2.0 und den neuen Sensor Sony IMX378. Mit Phasen- und Laserautofokus, 4K-Videoaufnahme, Zeitlupe mit bis zu 240 Bildern pro Sekunde und einem Dual-LED-Blitz bringt die Kamera des Pixel auch sonst alles mit, um gute Ergebnisse zu liefern. An der Vorderseite sitzt eine 8-Megapixel-Kamera mit Blende f/2.4, die Videos mit maximal Full-HD aufnehmen kann. Die Bildqualität des Google Pixel überzeugt bei guten Lichtverhältnissen mit guter Bildschärfe und toller Bilddynamik dank HDR+. Auch Nahaufnahmen zeigen beeindruckend viele Details und ein schönes Bokeh, selbst ohne den entsprechenden Bildmodus. Die Ergebnisse entsprechen dabei wie zu erwarten denen des Pixel XL mit baugleicher Kamera - mehr Testaufnahmen bieten wir euch im Test des Phablets. Bei den ebenfalls scharfen und ansehnlichen Selfies mit der Frontkamera gibt es ebenfalls kaum etwas auszusetzen. Videoaufnahmen profitieren vom elektronischen Bildstabilisator und sehen sehr hochwertig aus, auch die Tonaufnahme passt, dürfte nur ein wenig lauter sein. Die Gesprächsqualität des Google Pixel ist im Test sehr gut, sie bietet hohe Lautstärke und natürlichen Klang. Das leise Rauschen in der Leitung stört nicht, die Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen klappt weitgehend problemlos. Beim Freisprechen dürfte der eigentlich gute Lautsprecher des Pixel XL ruhig lauter sein, ansonsten klappt das ganz gut.

Da das Pixel im Test etwas kleiner als das Pixel XL ist, steckt in dem Gerät auch ein mit 2.770 mAh etwas kleinerer Akku. Der sorgt aber dank kleinem Display und geringerer Auflösung für etwas höhere Laufzeiten als bei seinem Geschwistermodell. In unserem Dauertest mit durchgängigem Videostreaming bei voller Displayhelligkeit hielt es mit 7:47 Stunden über eine Stunde länger durch. Den typischen Arbeitstag erledigt das Gerät damit problemlos, auch ein zweiter Tag ist gut drin. Dank Schnellladefunktion ist der Akku zudem in kurzer Zeit wieder aufgeladen.

Das Google Pixel besteht unseren Test ist wie das größere XL-Modell ein herausragend gutes Smartphone, für einige ist es vermutlich sogar die bessere Wahl. Denn es ist wegen des etwas kleineren Displays klar handlicher, die Darstellungsqualität ist aber in etwa gleich gut. Über die Leistung muss man auch kein weiteres Wort verlieren, die ist einfach grandios. Zudem hält der Akku noch etwas länger durch und es ist einige Euros günstiger. Trotzdem ist das Gerät mit seinen 729 Euro alles andere als ein Schnäppchen.

 
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